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In der Homöopathie gilt: "Gleiches wird mit Gleichem geheilt (Hahnemann)"!
Dies bedeutet, dass Krankheiten mit dem Mittel geheilt werden können, das beim Gesunden die Beschwerden, unter denen der Kranke leidet, hervorruft.

Das Gebiet der Homöopathie ist sehr umfangreich und wird bei körperlichen und psychischen Störungen angewandt. Hier ist die Wahl des richtigen Mittels, der Verdünnung und der Dosierung sehr wichtig für den Erfolg.

Die Erhebung des individuellen Krankheitsbildes beinhaltet eine detaillierte Anamnese unter Berücksichtigung aller körperlichen und seelischen Symptome. Während es bei der konventionellen Anamnese vor allem um die Aufnahme der für eine Krankheit typischen Symptome geht, sind bei der homöopathischen Anamnese die individuellen, ungewöhnlichen und auffallenden Symptome des Patienten von besonderem Interesse. Auch Erkrankungen in der Vergangenheit sowie bestimmte Vorlieben und Abneigungen können wichtige Informationen liefern.

Anhand der erhobenen Symptome wird das ähnlichste Arzneimittel herausgesucht, also das, dessen Arzneimittel die meisten Übereinstimmungen mit dem Symptombild des Patienten aufweist.

Die Wahl der "richtigen" Potenz orientiert sich u.a. an der Sensibilität des Patienten, ist aber im Vergleich zur richtigen Arzneimittelwahl zweitrangig. Im Allgemeinen werden bei organischen Erkrankungen, z.B. Verletzungen oder akute Entzündungen, eher tiefe Potenzen eingesetzt, bei psychischen Symptomen eher höhere.

Ein wichtiger Teil der homöopathischen Behandlung ist die sorgfältige Nachbeobachtung des Patienten und das Abwarten der Arzneimittelreaktion.
Die Reaktion auf die Arzneimittelgabe gibt wichtige Hinweise auf das weitere Vorgehen.
Gelegentlich kann zuerst eine Verstärkung der Krankheitssymptome auftreten, was als "homöopathische Erstverschlimmerung" bezeichnet wird. Diese Erstverschlimmerung ist als günstiges Zeichen zu werten, da sie zeigt, dass der Körper auf den gesetzten Reiz reagiert. Die Erstverschlimmerung geht nach kurzer Zeit in den Heilungsprozess über.

Ein prognostisch günstiges Zeichen ist auch die Veränderung der Symptomatik nach der Hering'schen Regel:

  • Symptome bessern sich von innen nach außen
  • Symptome bessern sich von oben nach unten
  • Symptome bessern sich in der umgekehrten Reihenfolge ihres zeitlichen Auftretens

Im Verlauf des Heilungsprozesses können auch Symptome früherer Erkrankungen wieder auftreten. Solange das Reaktionsmuster nach der Hering'schen Regel verläuft, wird dies als Heilreaktion beurteilt.

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