Methylsulfonylmethan (MSM) Auszug aus „Ein dicker Schinken“
MSM ist eine niedermolekulare organische, bioaktive Schwefelverbindung mit 34 % Schwefelanteil, die den Mineralstoffen und Vitaminen zugeordnet wird und ein Metabolit von Dimethylsulfoxid (DMSO) ist, weshalb es auch häufig als DMSO2 bezeichnet wird.
Seine besonderen Eigenschaften besitzt MSM durch seine chem. Struktur und biologische Aktivität. Mit dem Futter aufgenommen, bildet der freigesetzte Schwefel die Substanzen Kollagen und Keratin als Hauptbestandteile von Haaren und Krallen. Kollagen bildet zudem den Grundstoff des Bindegewebes, das nicht nur den Geweben Form gibt, sondern auch bedeutend für die Übertragung von Bioinformation ist, wodurch MSM lebenswichtig für den gesamten Organismus ist, weil die Schwefelbindungen flexible Strukturen zwischen den Zellen und dem umliegenden Bindegewebe formen, welche bei Schwefelmangel die Elastizität der Zellen und ihrer Membranen verlieren. Es gelangen dann weniger Nährstoffe und Sauerstoff in die Zellen, weniger Abfallstoffe können sie verlassen, wodurch auf Dauer die Vitalität des Körpers vermindert wird, und er anfälliger für Erkrankungen, insbesondere auch für degenerative, chronische Krankheiten, wird.
MSM ist wasserlöslich und reichert sich besonders in flüssigkeitsreichen Geweben und Organen wie Nieren und Harnblase an. Überschüsse werden über Niere und Darm ausgeschieden.
Die Funktion und Wirkung von MSM im Stoffwechsel
Therapeutischer Einsatz bei
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Dosierung: |
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Tagesmenge |
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Tagesmenge |
-> 10 kg |
500 mg |
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40 ->50 kg |
2.500 mg |
10 -> 20 kg |
1.000 mg |
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50 -> 60 kg |
3.000 mg |
20 -> 30 kg |
1.500 mg |
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60 -> 70 kg |
3.500 mg |
30 -> 40 kg |
2.000 mg |
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70 -> 80 kg |
4.000 mg |
Je stärker die Entgiftungssymptome sind, umso mehr Toxine gibt es im Körper und umso mehr MSM wird benötigt. |
Anwendung
Das MSM-Pulver sollte in Wasser aufgelöst mit dem Futter verabreicht werden. Die Einstiegsdosis wird niedrig gehalten und langsam gesteigert.
Man muss beachten, dass zur Ausscheidung der Giftstoffe genügend Flüssigkeit benötigt wird. Es ist ratsam, täglich viel Wasser (1,5 bis 4 L je nach Gewicht, teilweise auch als Fleischbrühe) zu verabreichen, um die gelösten Giftstoffe über Nieren und Darm auszuleiten. Wenn während einer Entgiftung zu wenig getrunken wird, kommt es häufig zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und Unwohlsein.
Die Einnahme muss regelmäßig und über einen längeren Zeitraum hinweg erfolgen, wobei die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C die positiven Effekte von MSM verstärkt Die ersten Resultate stellen sich nach ca. drei Wochen ein.
Die tägliche Gabe sollte auf 2 Portionen verteilt werden, damit der Organismus das MSM besser nutzen kann und evtl. Blähungen vermieden werden. Die letzte Gabe sollte man nicht unmittelbar vor der Nachtruhe verabreichen, da das Energieniveau angehoben werden kann.
Anmerkung
Entgiftungssymptome wie Durchfall, Hautausschläge, Müdigkeit oder Unwohlsein treten verstärkt bei mangelnder Flüssigkeitszufuhr und hoher Toxinbelastung auf, wenn durch MSM Toxine im Körper frei werden und diese nicht sofort ausgeschieden werden können. Hier hilft die zeitversetzte Einnahme einer Toxinbindenden Mineralerde. Je stärker die Symptome sind, umso mehr Giftstoffe sind im Körper vorhanden.
Zusätzlich kann es zu es bei hohen Einzelgaben von vier Gramm und mehr in sehr seltenen Einzelfällen zu Magen-Darm-Irritationen mit Gasbildung und häufigerem Stuhlgang kommen, ebenso wie zu Müdigkeit, Unwohlsein oder Hautausschlägen als Entgiftungsreaktionen des Organismus. Dann ist es ratsam, MSM kurzzeitig abzusetzen, bis sich der Körper beruhigt hat und danach die Einzeldosis geringer zu halten.
Wechselwirkungen und Kontraindikationen
Bei Hunden mit einem Mangel an Molybdän (wird zur Verstoffwechslung von Sulfit von dem Enzym Sulfit-Oxydase gebraucht) oder einem angeborenen Mangel der Sulfit-Oxydase (erkennbar am hohen Sulfit/Sulfat-Verhältnis im Harn) ist MSM kontraindiziert. Sulfit wirkt toxisch auf das Nervensystem, weshalb der Abbau durch eine normale Enzymfunktion garantiert sein muss. Ein Molybdänmangel tritt bei Hunden mit parenteraler Ernährung auf. Bei Zufuhr von MSM oder anderer schwefelhaltiger Nahrungsergänzungen muss auf eine ausreichende Molydänzufuhr geachtet werden. (Tripathi et al., 2011).
Bei der Einnahme von Blutverdünnungsmitteln sollte man vor Beginn einer MSM-Einnahme seinen Therapeuten fragen. Wenn er keine Bedenken äußert, beginnt man am besten mit einer geringen Dosierung, die langsam gesteigert wird, wobei die Blutgerinnungswerte öfter kontrolliert werden sollten.